Frühe Hilfen


In Folge der in den letzten Jahren bekannt gewordenen schweren Fälle von Kindesvernachlässigung, Missbrauch und auch Kindstötungen wurde zunehmend die Verantwortung der Gemeinschaft/Gesellschaft, Kinder besser als bisher zu schützen, diskutiert und in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Nach der Wahl 2005 wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, soziale Frühwarnsysteme für gefährdete Kinder zu entwickeln und frühe Hilfen anzubieten. Dabei sollten das Gesundheitswesen, die Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftliches Engagement besser miteinander verzahnt werden. 2007 wurde hierfür das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründet. Träger sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI) . Das Zentrum unterstützt die Praxis dabei, familiäre Belastungen früher und effektiver zu erkennen und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote bereitzustellen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern und dem frühzeitigen Erkennen familiärer Belastungen.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl nationaler, landesbezogener oder auch regionaler Initiativen, die sich an dem Konzept orientieren bzw. parallel oder auch schon im Vorfeld eigene Konzepte entwickelt und umgesetzt haben. Wenn Sie hierzu einfach den Begriff „Frühe Hilfen“ in eine Suchmaschine eingeben, werden Sie eine Vielzahl von nützlichen Links erhalten. Einige wichtige im Rahmen der Frühe-Hilfen- Projekte finden Sie folgend.





An der Schnittstelle zwischen gesetzlicher Krankenversicherung und Jugendhilfe sind die Frühförderstellen tätig, die schwerpunktmäßig familiennahe pädagogische und beratende Hilfen bis zur Einschulung anbieten. Komplementär zu den Frühförderstellen arbeiten die sozialpädiatrischen Zentren. Ihre zentrale Aufgabe besteht in der fachlich medizinischen Betreuung und Behandlung von Kindern mit Behinderungen oder drohenden Behinderungen. Inzwischen haben sich in vielen Regionen auch Säuglingsambulanzen etabliert, in denen frühe Regulations- und Beziehungsstörungen behandelt werden.

 
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