Bedarfsplanung

Die Vorsitzende des Kammerausschusses für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen, Trudi Raymann, hat den aktuellen Stand der Bedarfsplanung sowie die Fakten zur Notwendigkeit für deren Veränderung in einem kurzen Beitrag zusammengefasst. Am Seitenende finden Sie neben diesem Beitrag die links zur im Rahmen des Kinder- und Jugendlichengesundheitssurveys (KIGGS) durchgeführten BELLA-Studie über die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und zur aktuellen Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Darüber hinaus können Sie hier die beiden im Text von Trudi Raymann zitierten Beiträge zur LPK-Versorgungsstudie herunterladen.

Mit der Einführung der Bedarfsplanung 1999 wurde die schon zuvor bestehende Unterversorgung im Bereich der Kinder und Jugendlichen weiter festgeschrieben, weil nach deren Vorgaben die meisten Gebiete als überversorgt definiert wurden und damit einer Zulassungssperrung unterliegen. Neuere Studien zur Versorgungsforschung und zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zeigten eine erhebliche Unterversorgung im Bereich psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. Dies führte zu einem Umdenken bei Kassenärztlichen Vereinigungen und der Politik und schließlich zur Festsetzung einer Mindestversorgungsquote von 20 % für Psychotherapeuten, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln. Die Umsetzung der Mindestquote wird aktuell im Unterausschuss Bedarfsplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses beraten. Es ist mit zusätzlichen Zulassungen zu rechnen. Die Anpassung der Bedarfsplanungsrichtlinien wird voraussichtlich erst im 2. Halbjahr 2009 erfolgen. Dann können die Zulassungsausschüsse für die Zulassungsbezirke, in denen der An-teil von ausschließlich kinder- und jugendpsychotherapeutischen Leistungserbringern weniger als 20 % beträgt, neue Sitze für diese Gruppe ausschreiben.

Zusammenfassung über die Bedarfsplanung der Mindestquote Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie:

Trudi Raymann: Bedarfsplanung für den Bereich Kinder und Jugendlichenpsychotherapie

Links zur BELLA-Studie und der Bedarfsplanung:

BELLA-Studie im KIGGS des Robert-Koch-Instituts

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung

Die beiden im PTJ veröffentlichten Beiträge zur LPK-Versorgungsstudie:

Reisch, M., Raymann, T., Nübling, R. (2007). Zur regionalen Struktur der psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg. In: PTJ 02, 129-138.

Nübling, R., Reisch M., Raymann, T. (2006). Zur psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Baden-Württemberg. In: PTJ 03, 247-257.